Zuckerrübenpreis 2021 sogar über dem Richtpreis

Die Interprofession hat den Abrechnungspreis bei 45.40 Franken pro Tonne konventionelle Rüben respektive 128.40 Franken für Biorüben festgelegt. Die Preise liegen somit um 0.40 Franken über den Richtpreisen. Die Differenz zum Grundpreis wird als variable Komponente in Abhängigkeit der gelieferten Zuckermenge ausbezahlt. Damit war die Zuckerrübe bereits 2021 eine durchaus attraktive Ackerkultur. Für 2022 und 2023 werden die Preise stark angehoben.

Das Betriebsergebnis der Schweizer Zucker AG profitiert von den steigenden Zuckerpreisen. Die Interprofession schätzt, dass die Differenz zwischen Grund- und Richtpreis vollumfänglich über die variable Komponente, welche vom Betriebsergebnis der Werke abhängig ist, abgedeckt werden kann. Zudem ergab die definitive Abrechnung zur Ernte 2020 einen leicht höheren Rübenpreis. Gemäss Vereinbarung zwischen SVZ und SZU wird dieser Betrag auf die kommende Ernte übertragen.

Zusätzliche positive Infos zur Branchenvereinbarung 2023

Wie bereits in unsere Medienmitteilung vom 1. Juli kommuniziert, steigen die Grund- und Richtpreise bei den konventionellen Rüben um 8 Franken auf 53 respektive 58 Franken pro Tonne Zuckerrüben. Ein flächenabhängiges Preismodell ermöglicht sogar eine Preiserhöhung von bis zu 10 Franken. Grund- und Richtpreis erhöhen sich je nach angebauter Zuckerrübenfläche (konventionelle Zuckerrüben, Fläche gemäss Agrardatenerhebung:

Anbaufläche

Grundpreis

Richtpreis

Bis 16'000 ha

53.00

58.00

Über 16'000 ha

53.50

58.50

Über 16'500 ha

54.00

59.00

Über 17'000 ha

54.50

59.50

Über 17'500 ha

55.00

60.00

 

Grund- und Richtpreis bio steigen auch um 8 Franken auf 163 respektive 167 Franken pro Tonne Zuckerrüben. Weitere Verbesserungen für die Pflanzer wurden in der Branchenvereinbarung 2023 umgesetzt:

Rübenabrechnung, Akontozahlung: Bei den konventionellen Rüben wird der Betrag für die 1. Akontozahlung auf 47 Franken erhöht. Bei den Biorüben wird der Betrag für die 1. Akontozahlung auf 150 Franken erhöht und die Auszahlung erfolgt neu im November. Diese Anpassung wird den Pflanzern ermöglichen, früher über mehr Liquidität zu verfügen. Rekursverfahren betreffend Bewertung von Rübenlieferungen: Das Eintretenskriterium « >12% Fremdbesatz » wird gestrichen.

Zuckerrüben gesucht! – die Preise für 2022 und 2023 sind stark angehoben worden

Keine andere Ackerkultur hat mit so stark steigenden Preisen auf die höheren Produktionskosten reagiert. Mit der bereits im letzten Jahr beschlossenen Erhöhung von 5 Franken, ergibt dies eine Steigerung von über 20 Prozent! Helfen Sie uns die Anbaufläche wieder auszudehnen. Bei steigender Fläche profitieren alle von noch höheren Rübenpreisen. Neue Produzenten aus der ganzen Schweiz sind willkommen! Interessierte Landwirte können sich bei der Schweizer Zucker AG melden. Wir helfen gerne beim Einstieg in den Rübenanbau.

Rückfragen:

Josef Meyer, Präsident Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer: Tel. 079 606 10 21

Guido Stäger, CEO Schweizer Zucker AG: Tel. 032 391 62 37